Januar 31

Curcuma: das knallig-gelbe Gewürz zum heilen

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Viele von uns wissen, dass Curcuma dem Curry erst die richtige Farbe verleiht und manche verwenden es, um den Reis lecker gelb zu machen. Aber wussten Sie, dass die gelbe Wurzel ein wahrer Allrounder unter den traditionellen Heilmitteln ist?

Der nicht mehr ganz so geheime Tipp der Medizin
In der ayurvedischen Heilkunst gilt Curcuma als Allzweck-Wurzel. Auch die moderne Medizin hat die Wirkung in einer Vielzahl von Studien bereits nachgewiesen. Die ätherischen Öle und vor allem der Inhaltsstoff Curcumin wirken antioxidative, entzündungshemmende und immunstimmulierend.
Curcuma wird unter anderem bei Gallen- und Leberbeschwerden, zur Senkung von Blutzucker und Cholesterin, gegen Alzheimer oder bei schmerzhafter Arthritis verabreicht. Wie bei jeder Medizin, ist es die Dosis, die entscheidend ist. In diesem Fall gilt: mehr ist mehr.
Curcuma, das bittere Heilmittel
In kleinen Mengen verwendet, wie wir Curcuma als Gewürz kennen, ist keine Wirkung feststellbar. Erst mit 1,5 bis 3 g pro Tag entfaltet es seine therapeutische Kraft. Dabei verliert es aber auch seinen anregenden Geschmack und wird bitter. Es braucht daher ein wenig Fantasie, Curcuma auch als Heilmittel lecker zu verarbeiten. Hier ein paar Anregungen:
• Curcuma-Smoothie: etwas Spinat, Kokosnussmilch und eine Birne mit ein viertel Teelöffel Curcuma-Pulver
• Curcuma-Reis: ein halber bis ganzer Teelöffel Curcuma-Pulver sowie Zimt und Nelken nach persönlichem Geschmack dem Reis zugeben.
• Curcuma-Ingwer-Tee: je ein viertel Teelöffel Ingwer und Curcuma mit heißem Wasser vermischen und gut durchmixen – die Wirkstoffe von Curcuma sind schwer wasserlöslich.
Curcuma ist eine erstaunliche Wurzel und mit unseren Tipps wird es auch als bitteres Heilmittel gut schmecken.

Januar 11

Online Spielsucht – Wer ist gefährdet?

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Für die meisten Online-Spieler (auch “Gamer” genannt) ist Computerspielen eine Form der Entspannung nach einem hektischen Tag oder um mit Freunden zu kommunizieren – und damit einfach ein harmloses Hobby. Wenn jemand ab und zu gern mal ein Feierabendbier
trinkt, heist das ja auch noch lange nicht, dass dieses Bier schadlich
ist, ebenso ist es mit Computerspielen. Es gibt einige Spiele, die einem
helfen, individuelle Fahigkeiten und Allgemeinwissen zu verbessern
und aus diesem Grund sogar als nützlich eingestuft werden.

Solange der Spieler die Kontrolle uber das Spiel hat und nicht umgekehrt,
ist das Spielen – wie alles andere auch, das in Massen genossen
wird – nicht schadlich. Auch wenn man von einem Spiel derart gefesselt
ist, dass man es taglich spielt, ist noch nichts zu befurchten, solange
der normale Alltagsablauf nicht unterbrochen wird und man nicht vergisst zu essen oder zu schlafen – oder sich aus seinem sozialen Umfeld zurückzieht.

Ist das Computerspielen fur 95% der Gamer nicht mehr als eine
harmlose Ablenkung, die dem Spass und der Erholung dient, wird es in
anderen Fallen problematisch, wo eine gewisse Veranlagung und bestimmte Risikofaktoren zusammentreffen. Dies betrifft zum grosen
Teil sehr labile und unsichere Menschen (speziell bei Jugendlichen)
mit wenig sozialen Kontakten und die Schwierigkeiten haben, solche
zu knupfen. Bei diesen Menschen besteht dann die Gefahr, dass sie
die PC-Spiele zur Kompensierung ihrer dementsprechenden Defizite
benutzen, also sich zum Beispiel einen virtuellen idealen Charakter
bei „World of Warcraft“ aufbauen.

Dann konnen die PC-Spiele eine verheerende Wirkung bekommen, weil die sozialen Angste durch die virtuelle Idealwelt weiter verstarkt werden – ein Teufelskreis von Flucht aus der realen Welt und immer exzessiverer PC-Nutzung beginnt. Andererseits gibt es durchaus auch Falle von charakterstarken Menschen ohne die oben genannten Probleme, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und dennoch abhängig von Online-Spielen oder Online Casinos im Vergleich wurden. Die Anfalligkeit fur Online-Spielsucht zieht sich durch alle Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten. Somit gibt es kein Bild eines „typischen Computerspielsüchtigen“.